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GESCHICHTE
Das Mondseeland blickt auf eine fünftausendjährlige Geschichte zurück

Die jungsteinzeitliche Epoche erhielt den Namen „Mondseekultur“. Neben Fundstätten im Mondsee, Attersee und Traunsee wurden auch Siedlungen in Bayern, Salzburg, Oberösterreich oder Niederösterreich gefunden, die zur Mondseekultur gezählt werden. Nach zahlreichen Fundbergungen und Forschungen wurde in Mondsee das Österreichische Pfahlbaumuseum errichtet.

Aus der Römerzeit wurden bei Grabungen im Bereich des ehemaligen Klosters Mondsee Reste von Bauten gefunden, die einem Gutshof aus der Kaiserzeit zugeordnet werden. Weiters sind mehrere römische Steine mit Inschriften oder Reliefs erhalten, vier davon sind in der Wand neben dem Portal der Stiftskirche eingemauert.

Im Jahr 748 gründete der Bayernherzog Odilo das Kloster Mondsee. Durch die Grabungen und Umbauten der letzten Jahrzehnte ist Mondsee heute das einzige Kloster Österreichs, das fast in seiner Gesamtheit archäologisch und bauhistorisch erfasst werden konnte.
Erst unter Führung des Klosters hatte das MondSeeLand seine religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Prägung erhalten. Es entstand ein geschlossenes Herrschaftsgebiet, das mit dem Land um St. Wolfgang einst zu Bayern gehörte.
Im 12. Jahrhundert trägt Abt Konrad II, der selig gesprochen wurde, zur wirtschaftlichen Blütezeit des MondSeeLandes wesentlich bei. Das MondSeeLand war im ausgehenden Mittelalter rundum von ausländischen Grenzen umgeben (Salzburg als selbständiges geistliches Fürstentum im Süden, Westen und Norden, Österreich im Osten). Im 15. Jahrhundert erlebte das Kloster eine neuerliche Blütezeit. 1506 fiel das MondSeeLand im Zuge des Landshuter Erbfolgestreites an Österreich.

Eine rege Bautätigkeit herrschte unter Abt Benedikt Eck und Abt Wolfgang Haberl.
Kunsthistorisch ist das Mondseeland vor allem vom großen Barockbildhauer Meinrad Guggenbichler geprägt. Michael Pacher (Flügelaltar in St. Wolfgang), Albrecht Altdorfer („Mondseer Siegel“) und Wolf Huber (Fresken an der Hochkreuzkapelle) sind die bedeutenden Künstler des 15. und 16. Jahrhunderts.

1791 wurde das Kloster unter Kaiser Leopold II aufgehoben. Nach dem bayerischen Feldmarschall Karl Philipp von Wrede (1809) gelangte die „Herrschaft Mondsee“ im Erbwege in den Besitz der Grafen von Almeida. 1986 wurde das Schloss Mondsee an die Firma Asamer & Hufnagl verkauft.

(Mag. Anton Reisinger)



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